Radfahren bei -6 Grad

Vorab: es geht. Sofern man die richtige Ausrüstung hat. Das Beste an Temperaturen unter 0 Grad im Allgäuer Winter ist, dass die Straßen dann trocken sind, weil kein Schnee-Salz-Schmelzwasser auf die Straße läuft. D.h., man muss sein Rad nach der Fahrt nicht putzen. Deshalb fahre ich ganz gerne draußen, wenn es richtig kalt ist, und ungerne, wenn es über 0 Grad hat.

Heute hatte es zu Beginn -6 Grad und später maximal -3 Grad bei leichtem Ostwind, strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Beste Bedingungen. Und das war mein Outfit (in der Reihenfolge des mehrstündigen Ankleidevorgangs):

  • X-Bionic Energizer 4.0 Langarm Unterhemd
  • kurze RSC Teamhose Craft
  • kurze X-Socks Wintersocken
  • lange RSC Teamhose Craft ohne Inneneinsatz
  • RSC Teamtrikot Craft langarm
  • GORE Wear C5 GORE-TEX INFINIUM Soft Lined Thermo Jacke
  • GORE Wear Windstopper Balaclava – Sturmhaube
  • Abus GameChanger Helm
  • EKOI PERSOEVO7 Sonnenbrille
  • Northwave MTB-Schuhe
  • GORE Wear C5 Thermo Überschuhe
  • GORE Wear C5 Thermo Handschuhe

Damit war ich fast perfekt ausgerüstet. Nur an den Zehen kündigten sich nach 1,5 Stunden Erfrierungserscheinungen an. Irgendwo habe ich noch Akku-betriebene Heizsohlen. Die kommen dann morgen zum Einsatz. Gut Luft bekommt man durch die Sturmhaube auch nicht, reicht aber für wenig intensives Fahren bei diesen Temperaturen.

Update 10.01.2021:
Heute 2 Stunden Straße bei ähnliche Bedingungen wie gestern: Sonnenschein, blauer Himmel und um die -4 Grad. Outfit (frisch gewaschen) dasselbe wie gestern, aber diesmal mit den beheizbaren Therm-ic Seat Heat Flat Einlegesohlen und den C-Pack 1300 Akkus (altes Modell ohne Bluetooth). Auf Stufe 2 von 3 sorgten die Sohlen für eine durchgehend angenehme Fußwärme. Ob die Akkus auf dieser Stufe – wie vom Hersteller angegeben – tatsächlich 5-7 Stunden halten, möchte ich allerdings bezweifeln, denn einer der beiden Akkus hatte sich am Ende der Ausfahrt auf Stufe 1 zurückgestellt. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich die Akkus mindestens 2 Jahre nicht in Betrieb hatte. Wie auch immer, die Sohlen sind eine Empfehlung wert. Man spürt sie beim Fahren nicht und sie zögern den Zeitpunkt, ab dem man bei Minustemperaturen an den Zehen friert, um Stunden hinaus. Zu beachten ist aber, dass sie so dick auftragen, dass sie nur im Austausch mit einer bereits vorhandenen Einlegesohle in den Radschuh passen.

2 Gedanken zu „Radfahren bei -6 Grad“

  1. Servus bbbaschtl 😉

    kurzer aber interessanter Blogeintrag. Die erwähnte Gore Sturmhaube habe ich auch, aber sportlich fahren geht damit gar nicht. Ich fahre ein Sturmhaube bei der Mund und Nase frei sind. Trägst du außer der Sturmhaube noch eine weitere Kopfbedeckung?

    Als günstige Alternative zu den Überschuhen kannst du auch mal die Basic 4 Überschuhe von Rose testen. https://www.rosebikes.de/rose-basic-iv-uberschuhe-2668282

    Bei dem Preis ist nichts kaputt und ich bin sehr zufrieden damit. Die Passform ist auch top!

    Hab mir dieses Jahr auch ne gscheide Winterhose gekauft, weil mich die „Schichterei am Popo“ nervt!

    Ansonsten bin ich bei Gore auch ziemlich gut ausgestattet 😉

    Grüße
    Tobi Hartmann

    1. Sportlich fahre ich in meinem Alter ja nicht mehr, aber stimmt schon, die Sturmhaube schränkt die Atmung spürbar ein. Sonst habe ich nur noch mein schütteres Haupthaar unter dem Helm. Der Abus-Helm ist schon recht luftdicht. Früher bin ich noch mit einem Vaude-Regenüberzug über dem Helm gefahren. Sieht bescheiden aus, hält aber richtig warm.

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