Der Gruß-August Praxistest: Wieviele Rennradfahrer/innen grüßen zurück?

Ich grüße alle Rennradfahrer/innen, die mir begegnen, oder die ich überhole. Mit Handzeichen oder zumindest Kopfnicken. Aber wieviel Prozent grüßt zurück? Gefühlt immer weniger. Deshalb heute ein hochwissenschaftlicher Praxistest auf einer sonnigen 3h-Sonntags-Runde im Oberallgäu: Ich habe immer mit Handzeichen gegrüßt und als Zurückgrüßer/innen wurden alle gewertet, die mit Handzeichen, Kopfnicken oder einem „Servus“ o. ä. reagiert haben. Das Ergebnis war ernüchternd: Von 38 Rennradfahrer/innen im Begegnungsverkehr haben gerade mal 12 zurückgegrüßt. Ein paar weitere habe ich nicht mit der Kamera erwischt, aber das Verhältnis war ähnlich. Viele der Nichtgrüßer haben sich offensichtlich richtig Mühe gegeben, ja nicht zu mir hersehen zu müssen. Was ist da los?

9 Gedanken zu „Der Gruß-August Praxistest: Wieviele Rennradfahrer/innen grüßen zurück?“

  1. Hi Baschtl,

    ist hier in Ulm ähnlich schlecht, gefühlt 1/3 grüßt zurück.
    Fühlt sich irgendwie immer arrogant und unhöflich an, aber egal, deswegen muss ich ja nicht so sein. 😉

    Gruß Sebastian

  2. Ob es an den wichtigen Zehntel Sekunden auf dem Weg zur Strava Platzierung geht, oder der Grund eher darin unsicher ist, daß viele Umsteiger aufs Rennrad in Unkenntnis des RR Fahrer Brauchtums oder gar Unsicherheit am Gerät die Hand am Lenker und den Blick auf der Straße vor ihnen lassen? Stelle nur fest wenn ich mal nicht mit den Rennrad (Sonder MTB) unterwegs bin sinkt die Rückgrüßquote der RR Fahrer gegen null…..

  3. Servus Sebastian,
    vielen Dank für Deinen Test und Bestätigung meiner Eindrücke auf den üblichen Rennradstrecken im Allgäu. Ich bin als Hobbyradler oft und gerne auf den fast einsamen Strecken im und ums Allgäu unterwegs und grüße anfänglich meiner Touren immer und stets entgegenkommende RR Fahrer. Dennoch möchte ich, wohl wissentlich Deiner Vereinszugehörigkeit, dazu anmerken, dass ein großer Teil Deiner Vereinsmitglieder ebenfalls nicht grüßen. Mir ist durchaus bekannt, dass dort viele RR Fahrer der gehobenen bis Spitzenklasse unterwegs sind und daher auch ein anderes Niveau haben, wie viele andere oder auch ich. Dennoch ist meine persönliche (!) Meinung, dass Fahrer des größten Radsportvereins Bayerns und einer der erfolgreichsten in Deutschland eine gewisse „Vorbildfunktion“ haben. Mir ist durchaus bewusst, dass nicht jeder der Euer Vereinstrikot trägt, auch aktives Mitglied ist. Ebenso muss man die „Pflicht“ einen Gruß zurück zu geben, nicht auf die Spitze treiben. Es gibt weitaus wichtiger und größere Probleme.
    Zu guter Letzt möchte ich klarstellen, dass ich Niemanden zu Nahe treten wollte und hier nur meine eigene persönliche Erfahrungen zu Deinem Test äußern wollte. Stets gute und unfallfreie Fahrt.

    1. Ich würde mir auch wünschen, dass alle RSCler grüssen, aber wir sind kein Arbeitgeber sondern ein Verein. Da kann jeder Mitglied werden und wir haben keine Befugnisse, auf das Verhalten der Mitglieder Einfluss zu nehmen. Wir sind halt auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft, Erfolge hin oder her. Ein wahrer Champ ist bescheiden, rücksichtsvoll und freundlich, aber wie stellst Du Dir in der Praxis eine Durchsetzung der Vorbildfunktion vor?

      1. Servus Sebastian. Ich verstehe das Ihr keinerlei „Befugnisse“ habt und als Verein für Alle offen seid. Das ist auch gut so. Dennoch könnte gelegentlich ein kleiner Hinweis für die positive Wirkung in Sachen Eigenwerbung vielleicht zielführend sein. Aber wie bereits von Dir erwähnt, in der heutigen Zeit in allen Bereichen des Lebens ein leidiges Thema bezüglich Anstand bzw. angemessenes Verhalten. Wobei ich die Kirche schon im Dorf lassen möchte. Daher danke ich für Deine Testfahrt und wenn wir uns auf einer Ausfahrt mal begegnen, ich grüße weiterhin. Schöne Grüße und stets gute unfallfreie Fahrt.

        1. Die Hinweise gibt es. Aber leider werden sie nicht von jedem beachtet. Unabhängig davon, Radfahren ist die schönste Sportart der Welt und ich freue mich um jeden, der diese Leidenschaft teilt. 😉

  4. In Brandenburg geschätzte 1:3. Besonders schlimm sind Triatlon/Zeitfahrer, das sind quasi die Harleyfahrer unter den Radlern – die grüßen so gut wie nie zurück.

  5. Ich kann Deine Beobachtung so für meine Hausstrecken nicht bestätigen. Da ich, beruflich bedingt, immer zu ähnlichen Tageszeiten die gleichen Strecken fahre, „kenne“ ich so ziemlich jeden, der dort ebenfalls regelmäßig trainiert. Die grüßen eigentlich immer.
    Wünschen würde ich mir, daß rennradelnde Kollegen anhalten und zumindest mal fragen, ob sie was helfen können, wenn jemand eine Panne hat. Ich stand am Sonntag am Straßenrand und keiner hielt an. Das war jetzt kein Problem, neuen Schlauch ´rein und weiter gings. Aber auch der Ersatzschlauch kann kaputt sein, der Reifenheber ist nicht an Bord oder sonstwas.

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