Dauertest CUBE Litening C:68 Race 1.149 km – 11.084 hm

So, das ging schnell. Druckverlust am Hinterrad nach der dritten Ausfahrt und 224 km / 2.241 hm. Bei genauerer Betrachtung wies der Schwalbe Pro One TT 25mm Reifen (200g) in der Mitte der Lauffläche einen ca. 3mm schräg verlaufenden Cut auf, der durch den Mantel ging und den verbauten Schwalbe No. 20 Extralight Schlauch (88g) in Mitleidenschaft gezogen hat. So gut der Schwalbe Reifen auch rollen mag, ich brauche stabiles Material. Deshalb flugs an beiden Laufrädern Mantel und Reifen getauscht. Jetzt rollen Conti GP 5000 in 28mm Breite (230g) und tubolito Schläuche (44g) auf den Newmen Felgen.

Wer Interesse an einem neuwertigen, nur 224 km auf dem Vorderrad gelaufenen Schwalbe Pro One TT 25mm Reifen hat: Bitte melden, gebe ihn günstig ab. 🙂

Die schwarzen Seitenwände der Contis sehen nebenzu bemerkt auch noch besser aus, als die hellbraunen Seitenwände der Schwalbe und der Austausch brachte trotz der größeren Reifenbreite dank der tubolitos auch noch einen Gewichtsvorteil von insgesamt ca. 60g ein. Die 28er Contis passen übrigens einwandfrei durch Gabel und Rahmen, vermutlich wären sogar Reifen in 32mm Breite möglich.

Interessanterweise verbaut Cube bei allen drei anderen Lightning Modellen die 40g schwereren Schwalbe Pro One Reifen mit deutlich besserem Pannenschutz und nur beim Litening C:68 Race die TT-Version, vermutlich aus Gewichtsgründen, um das Gesamtgewicht trotz der schwereren SRAM Force e-Tap AXS Gruppe etwas zu drücken. Aber hey, was sind 80g, wenn der Reifen so lapprig und dünn ist, dass er nur für Zeitfahren zu gebrauchen ist?

Den serienmäßigen Garmin-Mount habe ich durch einen CloseTheGap HideMyBell fi Mount und den optionalen GoPro Style Adapter ersetzt. Mit dem Discount Code raceday aktuell 20% günstiger erhältlich. Das Teil hat den Vorteil, dass man zusätzlich eine Klingel unter dem Garmin verbaut hat und mit dem Adapter zusätzlich eine GoPro oder ein Licht mit GoPro Adapter montieren kann, was in Anbetracht der flachen Lenkereinheit ansonsten nicht möglich ist.

Ansonsten läuft die Möhre nach 13 Einheiten bislang tadellos. Immer noch mit der ersten SRAM Batterie-Ladung. Und ständig muss ich mir anhören, dass das Rad besser aussieht als auf Bildern online. Liegt sicher am Fahrer. 😉

5 Gedanken zu „Dauertest CUBE Litening C:68 Race 1.149 km – 11.084 hm“

  1. Hallo Sebastian,

    ich finde bei mir in der Gegend bislang keinen Händler der das Rad in Größe 58 oder zumindest 56 zum Probefahren zu Verfügung hat.

    Was mich besonders interessiert ist erstens wie komfortabel das Rennrad ist. Und wie geeignet es für lange Berganstiege ist. Von der Übersetzung her ist es genau richtig für mich was die Berge angeht. Aber eignet das Rad auch in Sachen Komfort für Bergtouren? Meine Touren die ich fahre liegen um die 80 bis 150 Kilometer bei 1000 bis 2000 Höhenmeter.
    Kannst du mir das eventuell erläutern und mit deinen eigenen Erfahrungen beschreiben ob du das Rad dafür für geeignet hältst.

    Zweitens… ich bin gestern ein aktuelles (nicht das Race) Litening mit der Ultegra Ausstattung Probe gefahren. Wenn man aus dem Stand antritt. Oder bereits in Fahrt ist und dann beschleunigt… dann hört sich das System Kettenblatt, Kette irgendwie blechern an. Das wirkt nicht hochwertig und nervig. Bei meiner 9 Jahre alten Ultegra Ausstattung auf meinem jetzigen Rennrad ist das nicht zu hören. Kannst du mir dazu auch etwas an Rückmeldung geben wie du das bei deinem Rennrad empfindest?

    Grüße Steffen

    1. Hallo Steffen,

      das 2021er Nachfolgemodell wurde bereits veröffentlicht, siehe https://sebasstians-world.de/dauertest-cube-litening-c68-race-2020-2-611-km-25-584-hm/ Vielleicht kann Dir Dein Händler den voraussichtlichen Liefertermin nennen. Die 2020er dürften alle ausverkauft sein. Thema Komfort: Das Rad ist keine Sänfte sondern ziemlich massiv und stabil. Ich fahre es aber entgegen der ursprünglichen Bereifung mit 28er Conti GP 5000 und 6 – 6.5bar. Damit gewinnt man ein bisschen Komfort und gut Grip in den Kurven. Das (Mehr-)Gewicht gegenüber einem reinen Bergrad ist schon bemerkbar, aber mit 35-33 kann man auch bei nur 9 km/h bergauf im Sitzen noch einigermaßen locker kurbeln, so dass das Rad aus meiner Sicht nicht völlig ungeeignet für lange Anstiege ist. Gemacht ist das Rad aber eindeutig für schnelle Fahrten im flachen oder hügeligen Gelände. Für gemütliche Touren oder reine Pässefahrten würde ich es nicht empfehlen.
      „Blechern“ hört sich mein Rad nicht an. Allerdings empfinde ich die Schalt- und Kettengeräusche des SRAM-Antriebs lauter als die einer Shimano Di2. Das Ultegra Lightning hat aber serienmäßig Alu-Felgen, das Race Felgen aus Carbon, und die hören sich anders an. Was die Qualität im Allgemeinen angeht, muss man halt auch den Preis des Cube sehen. Für ein vergleichbares Rad von Specialized o.ä. zahlt man deutlich mehr. Da muss jeder für sich entscheiden, was einem wichtiger ist.

  2. Hallo

    Hätte da mal eine Frage da ich relativ „neu“ im Rennrad Segment bin und seit August auch ein Cube Litening C68X Race besitze. Ich will andere Laufräder raufmachen. Swiss Side Hadron ultimate (max.width 28mm)bzw. KYZR Elite SLR 62/88 jedoch bin ich etwas skeptisch wegen der Laufradbreite(Maulweite ist ok) bei den höheren Profil Laufrädern von 27,5 bzw. 28mm (width) ob sich das platztechnisch ausgeht im Cuberahmen. Oder hat das mit dem 28er (max. Reifenbreite die Platz hat laut dem Hersteller Cube und laut UCI Regularien)Reifen nichts mit der Felgenbreite zutun?

    1. Der Durchmesser der Felge bzw. des Laufrads spielt keine Rolle. Der sollte unabhängig von der Profilhöhe bei allen Laufrädern gleich sein. Was eine Rolle spielt ist die Breite der Felge, weil davon die tatsächliche Breite und Höhe des Reifens abhängig ist. Ein mit 28mm vom Hersteller angegebener Reifen baut je nach Felgenbreite tatsächlich mehr oder weniger auf. Da hilft nur probieren. Ich kann nur bestätigen, dass mit dem Serienlaufrädern und Conti GP5000 Reifen in 28mm Breite noch ausreichend Platz in der Gabel und im Hinterbau ist.

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