Abgehangen

Der dritte Lauf des GCA Cups fand heute auf dem WM-Kurs von 2015 in Richmond statt. 83 Fahrer/innen nahmen die 2 Runden mit insgesamt 33km und 250hm in der B-Kategorie in Angriff. Ich war mir bis zuletzt noch unsicher, ob es Sinn macht zu starten, da ich diese Woche Bereitschaftsdienst habe. Und prompt klingelte 4 Minuten vor dem Start das Handy. Der Kollege vom Zoll hatte aber nur ein kleines Anliegen und so war ich rechtzeitig wieder auf dem Bock. Erwartungsgemäß blieb das Feld bis zum KOM nach 13km zusammen, wo sich eine knapp 30-köpfige Spitzengruppe bildete, in die ich mich noch retten konnte. Das Tempo lies nun merklich nach. Offensichtlich sparten sich alle die Körner für den KOM in der zweiten Runde. Dort wurde der dicke alte Mann dann mal wieder abgehangen und trudelte als Gesamt-22ter ins Ziel. Auf zwiftpower.com werde ich als 17ter gelistet. Vor mir sind dort noch ein Österreicher und ein Franzose aufgeführt, die wohl nicht zur Cup-Wertung zählen.
Edit 17.12.20: In der Gesamtwertung der B-Kategorie bin ich jetzt nach 3 von 4 Läufen auf Platz 8 abgerutscht. Aber immer noch der bestplatzierte 50+ Fahrer…

DEECRACKS – ATTENTION! DEFICIT DISORDER Re-Issue

Das Label Monster Zero hat die Debut-LP der österreichischen Ramones-Core Band DeeCracks „Attention! Deficit Disorder“ in einer Remastered Version neu aufgelegt. Da klingen die Ohrwürmer der 3-Mann Combo in klassischer Bass – Gitarre – Schlagzeug Besetzung mit mehrstimmigem Gesang noch besser, insbesondere der Hit “ I Need a Nurse“.

Weiterhin empfehlenswert:

Blattkontrolle im Oberland

Nach dem ewigen Rollefahren unter der Woche musste der Alte heute mal wieder durchgelüftet werden. Trotz nassen Straßen, Schnee links und rechts und 2 Grad Plus kam das Cube Nuroad SL 2020 mit SKS Raceblade Pro XL Schutzblechen und 32mm breiten Conti GP 4-Season Schlappen zum Outdoor-Einsatz. Lief soweit ganz gut, nur beginnt das vordere Schutzblech erst unter der Gabelbrücke und damit bekam ich trotzdem einiges an Dreck und Salz vom Vorderrad ab. Da muss noch eine andere Lösung her.

CADEsport Early Access – Erster Eindruck

Der Indoor-Cycling Markt wird seit 5 Jahren von der Plattform Zwift dominiert. Wettbewerber haben es schwer. Einer davon, CVRCade, verschwand im Frühjahr 2020 kommentarlos von der Bühne und wagt nun unter der Bezeichnung CADEsport einen Neuanfang. Alleinstellungsmerkmal der Beta-Software, für die aktuell nur nach und nach Einladungen nach Registrierung verteilt werden, ist weiterhin die sogenannte „Physical Equalisation“, ein Algorithmus, der dafür sorgt, dass ein leistungsschwächerer Fahrer, der 100 Prozent seiner Leistung gibt, im Game genauso schnell abgebildet wird wie ein leistungsstärkerer Fahrer, der ebenfalls 100 Prozent gibt. Das hat schon in der CVRCade Software gut funktioniert. Die Funktion lässt sich aber auch deaktivieren. Neu ist ein optionaler Auto-Modus in dem man zwar nach wie vor stürzen kann, wenn man zu schnell in eine Kurve fährt, aber nicht mehr steuern muss. Das übernimmt (wie in Zwift) die Software. Ich nutze die Software unter Windows 10, sie soll aber auch für Mac verfügbar sein.

Die graphische Umsetzung des Spiels kann weiterhin nicht mit Zwift mithalten und erinnert an Computerspiele aus den 80ern, aber dafür ist die Software aktuell grundsätzlich kostenlos. Nur wer spezielle Outfits oder Moves für seinen Avatar und/oder Bike haben möchte, muss löhnen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Strecken, Workouts und permanent verfügbare Rennen gegen Bots. Ein automatische Upload der Aktivitäten zu Strava ist implementiert.

Die Software befindet sich im Beta-Stadium, d.h. es funktionieren noch nicht alle beworbenen Funktionen. Die neue IOS App z. B. beschränkt sich bei mir darauf, dass eine statische Webseite aufgerufen wird und Music-Player und Webcam-Integration sind offensichtlich auch noch nicht aktiv. Ich habe auch einmal die Verbindung zu dem CADEsport-Server verloren, was einen Neustart und den Verlust der aktuellen Aktivitätsdaten zur Folge hatte. Trotzdem lohnt es sich, die Software mal auszuprobieren. Kostet nichts und ist eine Abwechslung zu Zwift und Co.

Besser als gestern…

…lief es heute beim zweiten Lauf zum GCA Dezember Cup auf Zwift. 1 Runde auf dem Watopia Figure 8 Kurs mit 30km und 250hm stand an. Die erste Selection des 62 Mann starken B-Feldes fand am Reverse Hilly KOM statt, wo ich mich in einer gut 30-köpfigen Spitzengruppe noch ganz gut behaupten konnte. Am Hilly KOM, 8km vor dem Ziel, musste ich dann aber trotz einer Rekordzeit von 2:00min (ohne Power-Up) abreißen lassen und fuhr nur als 12ter drüber. Vorne hatte sich eine 5-köpfige Spitzengruppe gebildet, die ich aber mit 8 Mitstreitern 4km vor dem Ziel wieder einholte. Für das Finish hatte ich mir ein Aero Power-up aufgespart, das mir dann trotz bescheidener Wattwerte zu Platz 5 verhalf. Auf zwiftpower.com wurde ich als Vierter gelistet und dürfte mich damit in der Cup-Wertung in die Top10 verbessert haben.

Das ganze Rennen: https://www.twitch.tv/videos/831360668

Edit 10.12.2020: Aktuell Platz 5 in der B-Wertung mit 66 Punkten

GCA eSports CUP

Die German Cycling Academy, das digitale Trainings- und Rennprogramm des Bundes Deutscher Radfahrer, die nach eigenem Anspruch Deutschlands schnellste und talentierteste Indoor-Sportler*innen sucht, hat eine vierwöchige Mittwochabend Rennserie auf der Indoor-Plattform Zwift ins Leben gerufen: den GCA eSports Cup. Gefahren wird getrennt in den Leistungs-Klassen A, B, C, D und Damen. Motto: Hier können sich alle messen, die Bock auf #ballern haben und sich für das GCA Talent-Team bzw. GCA Pro-Team empfehlen möchten. Da bin ich ja genau richtig, LOL. Na ja, neben Ruhm, Ehre und Fitness gibt es auch etwas Handfestes zu gewinnen: unter allen Teilnehmern, die mindestens drei der vier Rennen bestreiten, wird ein DT Swiss PR 1600 SPLINE 32 db Laufradsatz verlost. Ok, da ist der Schwabe dabei. 😉

Das erste Rennen wurde heute auf dem Krit-Kurs „Downtown Dolphin“ über 12 Runden (= 24 km und 200 hm) ausgetragen, natürlich viel zu kurz und schnell für einen alten, fetten Sack wie mich. 69 Fahrer/innen waren in der B-Klasse am Start, darunter auch Tanja Erath vom Team Canyon/SRAM. Wie nicht anders zu erwarten, wurde vom Start weg ein horrendes Tempo angeschlagen, das aber nach der ersten Runde ziemlich einschlief. Attacken Fehlanzeige und alles schien auf einen Massensprint hinauszulaufen. Erst in der vorletzten Runde wurde das Tempo auf dem kurzen Kopfsteinpflaster-Anstieg verschärft und es bildete sich eine 20-köpfige Spitzengruppe, die den Sieg im Massensprint unter sich ausmachte. Da blieb mir nur der 14. Platz, aber immerhin war ich der schnellste 50+ Fahrer. 🙂

Edit 03.12.2020: Die offiziellen Ergebnisse sind online. Anscheinend zählen nur Fahrer unter Deutscher Flagge für die Gesamtwertung. Und schwupps bin ich 11ter.

Allgäuer November Gravel-Bike-Runde

Wir haben den 28.11.2020, es ist knapp über 0 Grad warm und die Sonne scheint. Typisches November-Wetter im Allgäu und die ideale Zeit für eine relaxte Feierabend Gravel-Bike-Runde. Aufgrund der geringeren Geschwindigkeit friert man weniger als auf der Strasse, ist weg vom Verkehr und kann Landschaft, Luft und Sonne besser genießen. Mein Gravel-Tipp von Kempten aus ist eine gut 50 km lange Runde mit knapp 1.000 hm über Ermengerst, Eschach, Gletscher Alp, Schneiders Brotzeitstube, Rechtis, Wachters Alpe und den Niedersonthofener See: Überwiegend in der Sonne, geringer Asphaltanteil, ein paar S0-Trails und Top-Alpenpanoramen.