GTA 5 Bike Mod

Indoor Biking hat ein neues Level erreicht: Mit einer Modifizierung kann man in dem Online Game Grand Theft Auto 5 (GTA V) seinen Smart-Trainer koppeln, den Spielavatar mit eigener physikalische Kraft durch die virtuelle Welt von Los Santos pedallieren lassen und dabei allerhand aufregende Dinge erleben. Ich kannte das blutrünstige GTA Game vorher nicht, hab auch noch keine Ahnung wie es genau funktioniert, aber nach dem Abschluss eines sogenannten Prologs läuft das freie Fahren in der virtuellen Welt leidlich und ist sehr unterhaltsam. Auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung zu Zwift und Co. 😉
Eine ausführliche Anleitung hat Shane Miller hier veröffentlicht.

Ballern statt Bollern

K1 hat den Radsport für sich entdeckt. Freut den stolzen Vater zwar, sorgt aber gleichzeitig für Schmerzen, denn der junge Herr ist fitter als der alte Sack. Keine Ahnung, ob das daran liegt, dass er sein Essen abwiegt und penibel die Kalorien ausrechnet, oder einfach daran, dass er 37 Jahre jünger ist. Egal, der Vaterttag kam gerade recht für eine gemeinsame Runde bei bestem Wetter. Auf komoot.de hatte der Erstgeborene eine interessante Runde von Dietmannsried über Mindelheim und Obergünzburg entdeckt. Überwiegend flach, aber mit ein paar üblen Rampen. Nach 3:48 h, 116 km und 1.159 hm hatte das Leiden ein Ende…

GCA Liga – Race 5

Letztes Rennen der virtuellen Rad-Bundesliga 2020. Schade, denn langsam läuft es bei mir. 🙂

3 Runden waren auf dem WM-Kurs von 2019 in Harrogate/GB zu fahren, insgesamt 42km mit 732hm und der ständige Wechsel von Bergauf- und Bergab-Passagen kam mir gelegen. Am Start der 235 Fahrer wurde ich zwar wieder nach hinten durchgereicht, aber in dem ersten langen Anstieg konnte ich mich einige Plätze vorarbeiten und meine Gruppe holte nach und nach andere Fahrer ein. Letztendlich sprang in dem bereinigten Liga-Ergebnis ein 115ter Platz heraus, mein bestes Resultat bei den 5 Liga-Rennen. Punkte gab es aber leider nur für die ersten 75…

Mein Team-Kollege Patrick Rieger finishte diesmal auf Rang 52. In der Gesamtwertung konnten wir uns auf Platz 13 von 39 Teams platzieren. Rieger wurde Gesamt-23ter von 441 gemeldeten Fahrern. Der Bund Deutscher Radfahrer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Format und plant weitere Events solange keine Rennen Outdoor möglich sind.

Zwift ohne UI

Weiteres Event im Zwift Jarvis Club heute, dem exklusiven Kreis spezieller Zwift User, in welchem neue Features getestet werden: Ein „Sight and Sounds Tour“ Group-Ride über 60 Minuten auf dem Watopia Waistband Kurs geführt von „Jarvis the Bear“. Der entpuppte sich zwar nicht als der plumpe Braunbär, der auf Watopia ab und zu von einem Baum plumpst, sondern als simples Zwift HQ Member mit zotteliger Haarpracht, darum ging es aber auch nicht.

Getestet wurde ein Screen ohne UI, d.h. auf dem Bildschirm waren nur die Fahrer und die Landschaft zu sehen. Alle Daten außer den Fahrer-Namen über den Köpfen waren ausgeblendet: keine eigenen Daten, keine Riders List, keine Leader-Boards, keine Map, nichts. Für einen Daten-Junkie wie mich zunächst sehr ungewohnt. Dass man seine Daten über die Zwift App auf dem Handy trotzdem angezeigt bekommt, habe ich erst später bemerkt.

Interessant war, dass der Group-Ride mit einer Vorgabe von 2,5 w/kg ausgeschrieben war und dass meine Gruppe, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, tatsächlich durchgehend im Bereich 2,5 – 3 w/kg gefahren ist. Da im Jarvis Club nur erfahrene Zwift-User unterwegs sind ein Zeichen dafür, dass man seine Leistung bei entsprechender Erfahrung auch ohne Datenanzeige relativ genau einschätzen kann.

Ebenso interessant war, dass ich mich dabei ertappt habe, viel intensiver auf die virtuelle Landschaft und die vielen Details in der Zwift-Welt zu achten, die einem ansonsten nicht auffallen.

Fazit: Ein Fahren ohne UI kann sehr entspannt sein, ideal für eine Rekom-Einheit. Gleichzeitig fände ich das fehlende UI auch für Rennen auf Zwift interessant. Durch den Umstand, dass man die Leistungswerte seiner Konkurrenten und die Zeitabstände zu anderen Fahrern nicht sehen kann, käme man echten Outdoor-Rennen ein Stück näher.

Zwift Boost Mode

Die Indoor-Plattform Zwift testet im sogenannten Jarvis Club, benannt nach der ersten Zwift-Beta-Welt, neue Features für ausgewählte User wie mich, z.B. aktuell den „Boost Mode“, eine Art zusätzliches Power-Up. Man kann dabei während eines Rennens mit seiner eigenen Leistung, die kurzzeitig entsprechend reduziert wird, eine Art Akku aufladen und diesen bei Bedarf dann später einsetzen, um seine Wattleistung für kurze Zeit um 50, 200 oder 500 Watt zu erhöhen. Welchen Boost man haben möchte, muss man vor dem Rennen festlegen und der Aufwand sowie die Dauer der Zusatzleistung unterscheiden sich. Außerdem bekommt man unterschiedliche Zusatzgewichte für die gesamte Renndauer aufgepackt. Man muss sich also bereits vor dem Rennen Gedanken machen, welche der drei Boost-Varianten die Günstigste für einen ist.

Ich habe den Boost Mode heute in einem Jarvis Club Rennen über 10 Runden auf dem Downtown Dolphin Kurs einmal ausprobiert und mich dabei für die mittlere Boost-Variante mit 200 „Extra-Watt“ für jeweils 17 Sekunden und einer Reduzierung der eigenen Leistung um 100 Watt während des Aufladens entschieden. Für das beste Ergebnis ist natürlich Ausschlag gebend, dass man den idealen Zeitpunkt für das Aufladen und für den Einsatz des Boosts wählt und das Ganze noch in Verbindung mit den üblichen Power-Ups, die einem zusätzlich wie sonst auch zur Verfügung stehen. Kognitiv doch recht anspruchsvoll, wenn man an der Pulsobergrenze herumfährt. 😉

Während des Rennens habe ich dann festgestellt, dass es relativ einfach ist, im Flachen während eines Windschatten-Power-Ups den Boost aufzuladen und dass der Boost im Zusammenspiel mit einem Feder- oder Aero-Power-Up besonders wirkungsvoll ist. Demnach habe ich mir einen Aero-Power-Up, den ich bei der 6ten oder 7ten Zieldurchfahrt bekommen habe, aufgespart, die Maximalanzahl von zwei 200 Watt-Boosts bis zur letzten Runde aufgeladen und alles auf dem letzten Kilometer ausgelöst, was dann für Platz 2 in der B-Kategorie gereicht hat. 🙂

Fazit: „Echte“ Rennfahrer werden dem Boost Mode nichts abgewinnen, weil er ein taktisches Moment hinzufügt, dass es bei Outdoor-Rennen nicht gibt. Persönlich gefällt mit der Boost Mode jedoch ganz gut, weil damit nicht nur die reine w/kg-Leistung zählt, sondern auch geistige Fähigkeiten unter Maximalbelastung gefragt sind. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Herausforderung in jedem Rennen auf Zwift haben möchte, aber gelegentlich auf jeden Fall.

GCA Liga – Race 4

Rennen 4 der virtuellen Rad-Bundesliga: 3 Runden auf dem flachen Wüstenkurs Tick Tock über 53km und 166hm und wieder dauerte es nur nicht lange, bis sich vor mir das verdammte Loch zum Hauptfeld auftat und ich mich in einer gleichmäßig rollenden Gruppe von ca. 20 Fahrern wieder fand, darunter einige Namen, die mir schon aus den vorherigen Rennen geläufig waren. Bei der ersten Zieldurchfahrt ergatterte ich ein Aero-Power-Up und sparte es mir natürlich für den Schlusssprint auf. Das Power-Up verhalf mir dann auch tatsächlich zum 2. Platz im Sprint unserer Gruppe und Platz 190 von 273 Startern insgesamt. Im bereinigten Liga-Ergebnis bedeutete das Platz 173.
Meine Teamkollegen Klaus Näher und Patrick Rieger finishten im Sprint der 70-köpfigen Spitzengruppe auf Rang 23 und 47. RSC-Schriftführer Andreas Barmettler wurde nach einem Internetausfall auf Rang 188 klassiert und in der Teamwertung liegt der RSC AUTO BROSCH Kempten vor dem letzten Rennen auf Platz 11 von 29 Mannschaften.

GCA Liga – Race 3

Das dritte Rennen der virtuellen Rad-Bundesliga wurde am 03.05.20 auf dem „Tour of Fire and Ice“ Kurs hinauf zur Alpe du Zwift ausgetragen. Wer wie ich gedacht hatte, hier würden einige in Anbetracht der 1.186hm auf 28km gar nicht erst antreten, sah sich getäuscht: 345 Starter in der Männerkonkurrenz bedeutete neuer Teilnehmerrekord. Und wer wie ich gehofft hatte, es würde in Anbetracht des 12km langen Schlussanstiegs mit über 1.000hm zumindest auf den ersten Kilometern gemächlich losgehen, sah sich erst recht getäuscht: Es wurde losgeballert wie nie zuvor und bevor ich richtig eingeklickt hatte, war ich schon in das letzte Zehntel des Fahrerfelds hinaus befördert. So richtig frisch fühlten sich meine Beine auch nicht an und der lange Weg hinauf ins Ziel war ein zähes Bergzeitfahren, auf dem ich aber wenigstens ein paar Plätze gutmachen konnte und als 259ter ins Ziel kam. Im bereinigten Liga-Ergebnis war ich dann 222ter. Gewonnen hat der ehemalige Ruderweltmeister Jason Osborne (Team Rheinhessen) mit beachtlichen 5,8w/kg im Durchschnitt vor MTB-Profi Ben Zwiehoff und dem Schweden Erik Bergstrom Frisk (Bike Aid). Meine Teamkollegen Klaus Näher und Patrick Rieger hatten auch mit dem Anstieg zu kämpfen und finishten auf Rang 57 und 68. Patrick liegt in der Gesamtwertung jetzt auf Platz 10 und der RSC AUTO BROSCH Kempten auf Platz 6.

GCA Liga – Race 2

Zweites Rennen der virtuellen Rad-Bundesliga 2020 auf Zwift: Diesmal ging es über 5 Runden (45km und 385hm) auf dem Stadtkurs Innsbruck-Ring. In der Männerkonkurrenz waren 307 Fahrer am Start und wieder wurde ich bereits wenige Kilometer nach dem Start distanziert. Der fette Diesel braucht einfach zu lange, bis er auf Touren kommt. In diversen Verfolgergruppen konnte ich mich dann von Platz 280 bis auf einen Platz um 200 vorarbeiten und wurde letztendlich als 179ter gewertet.

Sensationell war das Abschneiden meiner beiden Teamkollegen Patrick Rieger und Klaus Näher: Rieger sprintete als Vierter hinter Lucas Carstensen (Bike Aid), Johannes Herrmann (Rad Union 1913 Wangen i.A.) und Christopher Hatz (Hrinkow Advarics Cycleang) ins Ziel und Näher 3 Sekunden dahinter auf Rang 34, was dann Platz 3 in der Tages-Teamwertung bedeutete.

GCA Liga – Race 1

Gestern fand das erste Wertungsrennen der „GCA Liga powered by Müller – Die lila Logistik“ statt, der virtuellen Rad-Bundesliga 2020 auf der Indoor-Plattform Zwift. Gefahren wurden 2 Runden auf dem „Sand And Sequoias“ Kurs mit 43 km und 338 hm. 363 Fahrer/innen waren am Start, darunter zahlreiche bekannten Namen aus der deutschen Straßen- und MTB-Szene. Nach der Meldeliste bin ich der mit Abstand älteste Teilnehmer der Rennserie. Hatte also nichts zu verlieren. 😉

Naja, Hauptmotivation war eigentlich, meinen Teamkollegen Patrick Rieger und Klaus Näher, zwei starken Mountainbikern des RSC AUTO BROSCH Kempten, zu Punkten zu verhelfen. Die gibt es für die ersten 75 Platzierten aber nur wenn mindestens 3 Teamfahrer ins Ziel kommen. Der Plan ging auf: Patrick finishte in der 33-köpfigen Spitzengruppe auf einem hervorragenden 19. Platz und auch Klaus kam trotz technischer Probleme als 69ter ins Ziel. Ich selber wurde – wie nicht anders zu erwarten – bereits nach 3 km in eine ca. 30-köpfigen Gruppe um Platz 200 distanziert. Kam mir aber nicht ungelegen, denn die Gruppe rollte mit 3 – 4 w/kg fast schon im Grundlagentempo durch die erste Runde.

In der zweiten Runde zog ich das Tempo in den Wellen im Titans Groove etwas an, wodurch die Gruppe auf etwa ein Dutzend Fahrer ausgedünnt wurde. Den Sprint der Gruppe konnte ich überraschenderweise selbstverständlich für mich entscheiden und landete auf Platz 179 (berichtigt:) 183 der Männer-Konkurrenz, war damit aber leider nur Zweiter der Masters 3 Fahrer. Patrick und Klaus sammelten aber soviele Punkte, dass es für den Top-Platz 9 (berichtigt:) 11 in der Teamwertung reichte.

Das Rennen wurde live im Internet übertragen und kommentiert von den Moderatoren Rick Zabel (Profi bei Israel Start-Up Nation) und Bastian Marks vom Besenwagen Podcast, die allerdings mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatten. Das nächste Rennen findet kommenden Samstag statt.