Dauertest CUBE NUROAD SL 2020 5.505 km – 60.167 hm

Kurzes Update: Nach rund 3.450km habe ich die serienmäßigen Laufräder gegen einen aktuell nicht verfügbaren Gravel-LR-Satz der Eigenmarke von Bike Components für läppische 399,- EUR mit Conti Terra Trail Reifen vorne und Conti Terra Trail Speed Reifen hinten in 40mm Breite (Tubeless) getauscht, was rund 400 Gramm Gewichtsersparnis gebracht hat. Der hintere Reifen war dann nach weiteren 1.800km abgefahren und wurde auch durch einen Conti Terra Trail in 40mm ersetzt. Grundsätzlich bin ich mit den Reifen recht zufrieden. Mit 1,8bar stellen sie einen guten Kompromiss zwischen Asphalt und Gravel dar. Ansonsten habe ich am Rad nur nach 4.860km die hinteren Bremsbeläge ersetzt. Die serienmäßig verbauten Shimano K03S Beläge sind aktuell nicht lieferbar, deswegen habe ich die Shimano JO2A Beläge mit zusätzlichen Kühlrippen verbaut. Passen einwandfrei.


Das Rad habe ich jetzt seit knapp zwei Jahren im Einsatz und abgesehen von dem üblichen Verschleiss gab es überhaupt keine Veranlassung für irgendwelche Reparaturen oder Beanstandungen. Bei einem Listenpreis von knapp 1.700,- EUR kann man da nicht meckern. Natürlich gibt es 1 – 2 kg leichtere Gravel-Bikes, aber die kosten dann auch gerne mal das Doppelte oder mehr und wer keine Rennen fährt, für den spielen ein paar Minuten hin oder her keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass das Bike robust ist und Spaß macht. Einzige Kritikpunkte: Die kleinste Übersetzung von 40-42 ist mir auf längeren, steilen Rampen mit unbefestigtem Untergrund zu schwer und die offizielle Reifenbreite von maximal 40mm zu wenig. Deshalb werde ich das Rad hoffentlich bald durch ein neues Gravel-Bike ersetzen, das eine kleinere Übersetzung aufweist und breitere Reifen zulässt..

Naturbiken.de – Tour Württembergisches Allgäu

Unter dem Portal naturbiken.de bietet die Allgäuer Tourismus Gesellschaft seit kurzem eine Reihe von MTB-Tourenvorschlägen im Allgäu und im benachbarten Tirol an. „Leichte Wege und sanfte Berge“ ist das Motto“, soll heißen:

„Alle Touren im Allgäu und in Tirol sind miteinander verbunden, mit einheitlichen Wegweisern versehen und verlaufen zum größten Teil auf Forst- und Alpwegen, auf denen man gut mit dem Mountainbike fahren kann. Singletrails sind höchstens mittelschwer, zudem spärlich gesät. Es geht nicht darum, in den Alpen steile Rampen zu bewältigen und in Rekordzeit die Allgäuer Gipfel zu erstürmen. Im Wesentlichen bewegt sich der Radfahrer auf seinen Radrouten in Höhenlagen zwischen 800 und 1.500 Metern. Viele Fahrrad-Etappen führen durch die saftig-grünen Täler zu Allgäuer Seen und Sehenswürdigkeiten, die man mit dem Fahrrad gut erreichen kann. Kurzum: die Allgäuer Naturbiken-Touren sind sportlich und trotzdem für Genießer. Die Routen in den Alpen hören nicht einfach auf, wo das Allgäu zu Ende ist, sie führen im Westen weiter nach Baden-Württemberg und im Süden ins Tiroler Lechtal und ins Tannheimer Tal.“

Hört sich interessant an und ist insbesondere aus der Sicht des „Einheimischen“ einer näheren Betrachtung wert. Deshalb bin ich heute mal die Tour „Württembergisches Allgäu“ (mit dem Gravel-Bike) abgefahren, angegeben mit 49km und 477hm. Tourstart wäre in Wangen im Allgäu gewesen, aber natürlich bin ich von Kempten mit dem Rad angefahren und nach ca. 40km hinter Isny bei Gründels in die Runde eingestiegen. Nach gut 2 1/2 Stunden, 48km und 600hm bin ich dort wieder angekommen. Die Runde ist sehr schön und abwechslungsreich mit wenig Asphalt und hauptsächlich Feld-, Forst- und Wiesenwegen in einsamen Gegenden. Man fährt immer nur wenige 100m auf öffentlichen Straßen und biegt dann gleich wieder in den nächsten Feldweg ab.

Was die Ansage „Leichte Wege und sanfte Berge“ angeht, muss man die Aussage vielleicht etwas relativieren. Die Wege sind zwar insofern leicht und die Anstiege insofern sanft, als sie auch mit einem Gravel-Bike komplett fahrbar waren, man braucht aber ohne Motor-Unterstützung schon eine gewisse Grundkondition, denn auf den Wiesen und den grobschotterigen Anstiegen rollt es nicht von selbst. Die offizielle Höhenmeterangabe von 477 kann auch kaum zutreffen, denn mein Wahoo Element ROAM hat 600 angezeigt.

Fazit: Die Runde kann ich absolut empfehlen. Wer in Wangen startet, kann sich davor oder danach auch noch das schöne Städtchen anschauen, ansonsten gibt es unterwegs kaum Sehenswürdigkeiten. Ratzenried würde sich vielleicht noch als kleiner Abstecher anbieten. Als alternativer Startort wäre Isny ideal, auch ein schönes Städtchen und von dort aus sind es nur ein paar Kilometer zum Toureneinstieg in Gründels.

Allgäu Rundfahrt 2021 – Gravel-Runde

Über die „Corona-Edition“ der Allgäu Rundfahrt 2021 habe ich hier schon berichtet. Heute ging es auf die 52km lange Gravel-Runde. Anfang und Ende sind identisch mit der Strecke des Auto Brosch Bike Marathons. Und auch sonst ist die Strecke durchaus anspruchsvoll. Der Großteil der gut 850hm wartet bereits auf der ersten Hälfte der Strecke, teilweise in Form von kurzen, steilen und grobschotterigen Anstiegen und auch einige Abfahrten sind eher für MTBs als für Gravel-Bikes geeignet. Mit allzu schmalen Reifen und einer Straßenübersetzung sollte man deshalb besser nicht unterwegs sein. Dafür verläuft der Kurs bis auf wenige Kilometer verkehrsfrei ausschließlich auf Feld- und Waldwegen und ist komplett fahrbar. Hat Spaß gemacht.

Allgäu Rundfahrt 2021

Seit über 40 Jahren veranstaltet der RSC Kempten die Allgäu Rundfahrt, eine Radtouristik-Veranstaltung für jedermann auf den schönsten Nebenstrecken des Allgäus mit bis zu 2.000 Teilnehmern, coronabedingt heuer in einem anderen Format: Gefahren werden können zwei Rennrad-Strecken mit 50 bzw. 100km und eine Gravel-Strecke mit 52km an einem beliebigen Tag im Juni oder August 2021. Ohne Startgeld, aber mit der Bitte um eine kleine Spende, die zur Anpflanzung von Bäumen im Allgäuer Bergwald verwendet wird. Eine coole Idee in diesen bescheidenen Zeiten. Die Streckenbeschreibungen und gpx-files gibt es auf https://www.rsc-kempten.de/allgaeu-rundfahrt/. Ich habe mir heute die 100km-Strecke vorgenommen und am Start beim Autohaus Brosch in Durach zufällig „Frank the Tank“ getroffen. Gemeinsam sind wir die Runde abgefahren, die fast ausschließlich auf Nebenstrassen mit tollen Ausblicken verläuft, aber durchaus anspruchsvoll ist, denn es geht – wie üblich im Allgäu – ständig bergauf und bergab.