Dauertest CUBE CROSS RACE C:62 SLT 2018 – 3.032 km

3.032 km und 35.649 hm hat der Crosser jetzt weitgehend anstandslos absolviert. Zwei kapitale Durchschläge auf Forstweg-Schlaglöchern (einmal vorne, einmal hinten) haben die Tubolito-Schläuche leider nicht überlebt, die Newmen Advanced R.38 Carbon-Felgen aber sehr wohl. Der Maxxis Speed Terrane am Hinterrad war nach 1.314 km und 13.600 hm abgefahren. Jetzt sorgt ein Conti Cyclo X-King in 32mm für mächtig Grip und rollt auch ganz anständig. Den zu breiten Original Sattel (250g) habe ich durch meinen bevorzugten Tune Speedneedle (92g) ersetzt und die linke Ultegra-Kurbel gegen eine 105er-Stages Wattmesser-Kurbel getauscht. Die passt farblich zwar nicht zur rechten Kurbel, beide sieht man aber eh nie gleichzeitig und die Stages-Kurbel war als Auslaufmodell extrem günstig. Langfristig will ich die Wattmessung mit MTB-Pedalen realisieren.

Probleme gab es bei einem Hinterradaus- bzw. Wiedereinbau: Der mit einer winzigen Schraube fixierte Gewindeeinsatz für die Steckachse auf der Schaltungsseite hatte sich offensichtlich gelockert und die Steckachse lies sich nicht mehr einschrauben. Das Teil gibt es nicht einzeln sondern nur zusammen mit dem Schaltauge unter der CUBE Artikel-Nr. 10063.

Lieferzeit im Netz: 6 Wochen. Zum Glück gibt es den freundlichen CUBE-Händler vor Ort: Wildrad-Chef Walter baute das Teil kurzerhand aus einem anderen Rad aus und gab mir zur Sicherheit auch gleich eine neue Steckachse mit. Top-Service!

Bike in the City 2019

Wer meint, schöne MTB-Trails gibt es nur abseits der Zivilisation, der irrt. Zumindest in Kempten (Allgäu). Hier lädt der RSC Kempten Tourenfachwart Walter alljährlich zu „Bike in the City“ ein, einer gut 2-stündigen MTB-Tour innerhalb des Stadtgebiets von Kempten mit einem sensationellen Trailanteil von ca. 90 Prozent. Selbst alteingesessene Kemptner entdecken dabei unbekannte Örtlichkeiten, die anschließend bei Dosenwurst und Allgäuer Brauhaus Bier in Walters Kellerbunker ausgiebig gewürdigt werden.

Dauertest CUBE CROSS RACE C:62 SLT 2018 – 489km

Der neue Crosser hat nun 8 Ausfahrten mit 489 km und 6.217 hm hinter sich. Gegenüber der Serienausstattung habe ich zunächst die Shimano Wireless Unit EW-W111 nachgerüstet.

Das kleine Teil wird an beliebiger Stelle in die Di2-Verkabelung eingefügt (zusätzliches Shimano Kabel EW-SD50erforderlich!) und ermöglicht das Auslesen der Ritzelstellung und das Ladezustands des Akkus über einen ANT+ fähigen Bike-Computer, wie Garmin oder Wahoo, sowie die Schaltungseinstellung via Bluetooth über die Shimano E-Tube-App. Das Teil ist mit einem Straßenpreis von ca. 70,- EUR (+ ca. 15,- EUR für das zusätzliche Kabel) nicht ganz billig, aber die Ritzelstellung im Bike-Computer-Display ist ein angenehmes Feature, welches das Herunterschauen zur Kassette am Hinterrad überflüssig macht und zusätzliche Sicherheit auf dem Trail mit sich bringt.

Nach 376km und 4.460hm habe ich die Serienbereifung Schwalbe X-ONE Allround vorne (380g) und Schwalbe X-ONE Bite hinten (460g) nach Empfehlung von Wildrad-Chef Walter auf Maxxis Speed Terrane vorn und hinten (373g und 360g) und die tubolito-Schläuche (Turbo CX / Gravel 30-40mm, 60mm Ventile, 52g) umgerüstet und dabei überrascht festgestellt, dass vorne ein Schwalbe Extralight No. 20 Schlauch  (77g) für 18-25mm Reifenbreite verbaut war. Leicht, aber nicht zu dem 33mm breiten Mantel passend. Vielleicht war das die Ursache für den leichten Druckverlust, den ich bis dahin am Vorderrad hatte. Hinten war dagegen ein passender Schwalbe Extralight No. 18 Schlauch (112g) für 28-44mm Breite montiert. Die Umrüstung brachte damit einen Gewichtsvorteil von 30g vorne und 160g hinten mit sich. Soweit so gut, aber:

Am Abend mit 4 bar aufgeblasen (Maxxis Empfehlung: 3.4 – 5.1 bar) hatte der Vorderreifen am nächsten Tag nur noch ca. 1.5 bar intus, während der Hinterreifen die Luft gehalten hat. Wieder auf 4 bar aufgepumpt musste ich nach 1,5 Stunden Fahrzeit nachpumpen, weil der Reifen gefühlt wieder deutlich unter 2 bar hatte. Am Abend dann nochmal auf 4 bar aufgepumpt und das Ventil handfest zugedreht, nachdem in diversen Forenbeiträgen davon die Rede war, dass ein (zu) lockerer Ventilsitz Druckverlust beschert, aber am nächsten Morgen wieder das gleiche Spiel: vorne fast platt. Also den tubolito Schlauch vorne ausgebaut und tatsächlich: die einzige Undichtigkeit des Schlauchs im Wasserbad war das Ventil. Am Ende des orangen Plastikstulpens des Ventils tritt Luft aus. Ich könnte ja mit einem Nachpumpen vor jeder Fahrt leben, aber ein Nachpumpen jede Stunde geht gar nicht. Den tubolito vorne habe ich vorerst durch den ursprünglich am Hinterrad verbauten Schwalbe Extralight No. 20 Schlauch ersetzt. Der hält die Luft bis jetzt.

Ansonsten macht das Bike mit seinem geringen Gewicht und seiner Leichtfüßigkeit richtig Spaß im Gelände und läuft auch auf der Strasse fast so schnell wie ein Rennrad. Das 46/36 Kettenblatt gefällt in dem crosstypischen Geschwindigkeitsbereich von 20 – 40 km/h gut, ein Nachjustieren beim Kettenblattwechsel ist wegen der geringeren Zähnedifferenz viel seltener nötig als bei einem Rennrad mit Compact- oder Heldenkurbel. Die Maxxis Speed Terrane rollen auf trockenem Untergrund (alles andere versuche ich ohnehin zu vermeiden) bestens und selbst bergab, in Kurven und beim Bremsen auf losem Untergrund scheint der Reifen mehr Reserven zu bieten, als ich mich derzeit traue auszuloten.

Update 24.02.2019: Der schlaffe turbolito-Schlauch hat mir keine Ruhe gelassen und so habe ich mal den Ventileinsatz rausgeschraubt, das Gewinde mit UHU Alleskleber beträufelt und jetzt scheint das Teil besser zu dichten.

Dauertest CUBE CROSS RACE C:62 SLT 2018

Neues Bike im Dauertest: Passend zur Jahreszeit hat sich ein 2018er Cross-Bike CUBE CROSS RACE C:62 SLTeingefunden. Abgesehen von der Lackierung im Wesentlichen identisch mit dem 2019er Modell, insbesondere wurden die Laufräder nach dem Newmen-Rückruf durch die neuen R.38 Carbon Laufräder ersetzt. In der Rahmenhöhe 56 wiegt das Stollen-Geschoss in der Serien-Auslieferung mit 11-32 Ultegra Kassette ohne Pedale exakt 8.0kg, ein Top-Wert für ein Cross-Rad mit Scheibenbremsen und Di2-Schaltung. Bei den ersten beiden Ausfahrten macht sich das geringe Gewicht beim Beschleunigen und bergauf deutlich positiv bemerkbar. Gleichzeitig federt das Bike spürbar mehr als mein altes Alu-Cross-Rad. Die Standard-Cassette 11-28 hab ich bei meinem freundlichen Händler Wildrad in Wildpoldsried gegen eine 11-32 Kassette tauschen lassen, aber trotzdem ist die kleinste Übersetzung von 36-32 durchaus sportlich. Kurze Rampen kann man damit schon hochdrücken, längere Anstiege auf Schotter oder anderem nicht-asphaltiertem Untergrund erfordern aber eine solide Druckentfaltung im Oberschenkel. Letztendlich muss man seine Trainings-Strecken halt anpassen: Längere Steigungen mit 10 Prozent aufwärts auf unbefestigtem Untergrund sind nicht fahrbar, aber dafür rollt das Rad auch abseits befestigter Wege fast so schnell wie ein Rennrad. Insbesondere im Herbst/Frühjahr bei Kälte, Wind, nassem Laub, Split etc. das optimale Gefährt. 🙂