Canyon Ultimate CF SL 8.0 Dauertest

Neues Bike im Dauertest, ein Canyon Ultimate CF SL 8.0. Back to the roots: ein Rennrad mit Carbon-Rahmen und kompletter Ultegra R8000 Ausstattung, aber mit Felgenbremsen und manueller Schaltung. Technisch also nicht „up to date“ aber dafür in Größe M mit bescheidenen 7,15kg aus dem Karton (anstatt angegebener 7,00kg) und einem Kampfpreis von 2.299,- EUR. Zusätzlich hab ich mir noch den Canyon Garmin Mount (34,95 EUR) für den Radcomputer gegönnt. Das Rad kam perfekt verpackt und weitgehend vorinstalliert, lediglich das Vorderrad, die Sattelstütze und der Lenker mussten montiert werden. Das dauerte vom Öffnen der Verpackung bis zum fahrfertigen Rad ca. 1 Stunde. Die Ausrichtung der Vorderradbremse musste geringfügig korrigiert werden, der Rest war einwandfrei voreingestellt. Den originalen Fizik Antares R5 Sattel (230g) hab ich gleich gegen meinen Lieblingssattel Tune Speedneedle (98g) getauscht, zwei Veltec Flaschenhalter und Favero Assioma Pedale montiert. So kommt das Rad auf ein tatsächliches Gewicht von 7,4kg, sehr respektabel für ein Rad in dieser Preisklasse, wobei die Laufräder und Schläuche noch 200 – 300g Optimierungspotential aufweisen.

Einziger Kritikpunkt zur Voreinstellung: Das Ultimate ist neben dem Aeroad Canyons Race-Bike. Diese zeichnen sich üblicherweise durch eine deutliche Sattelüberhöhung aus. Leider ist der Gabelschaft des Ultimate von Werk aus (im Gegensatz zu den Fotos auf der Homepage) so lange, dass mehrere Spacer unter oder über der Vorbau-/Lenkereinheit montiert werden müssen (es sei denn man sägt den Schaft ab). Sieht nicht so gut aus, wenn man die Vorbau-/Lenkereinheit tiefer setzen möchte und dafür einen Spacerturm darüber aufbaut…

Nachdem ich nun seit gut 3 Jahren outdoor mit Scheibenbremsen und elektronischer Schaltung auf dem Rennrad unterwegs bin, war ich natürlich gespannt, wie sich der „Rückschritt“ auf Felgenbremsen und manueller Schaltung in der Praxis auswirkt. Fazit nach der ersten Fahrt über 69km und 711hm durch das hügelige Allgäuer Oberland: Scheibe bremst besser, aber wenn man nicht im Regen oder Pässe bergab fährt, tun es die Felgenbremsen fast genauso gut und an das manuelle Schalten inclusive manueller Nachstellung des Umwerfers gewöhnt man sich auch sehr schnell wieder. Wer aufs Geld und aufs Gewicht schaut, für den sind Felgenbremsen und manuelle Schaltung also nach wie vor eine sehr interessante Option.

Das „Old-School“ Canyon hat sich übrigens gleich bei der ersten Ausfahrt einen KOM geholt (wenn auch mit leichter Rückenwind-Unterstützung). und damit seine Daseinsberechtigung mehr als unterstrichen. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.