CVRcade World Cup Season 2

Letzte Woche ist die 2. Saison des CVRcade World Cups gestartet. Über die erste Saison habe ich hier bereits berichtet. Ergänzend kann ich entgegen der Behauptung von Kritikern versichern: Die ausgelobten Preisgelder wurden tatsächlich ausbezahlt. 🙂


Die Zwift-Alternative CVRcade wird ständig weiterentwickelt: verbesserte Grafik, neue Strecken und neue Funktionen. Nach wie vor ist die Nutzung kostenlos, nur wer am World Cup teilnehmen will muss einen „Event-Pass“ lösen, der monatlich knapp 15 US-Dollar kostet. In Anbetracht der nun ausgelobten Preisgelder und des überschaubaren Teilnehmerfelds dürfte man die Kosten dafür aber in jedem Fall wieder reinholen. Ich bin jedenfalls bereits schon nach der ersten von 8 Wochen bereits im „Plus“.


Die zweite Saison läuft über 8 Wochen und besteht aus drei voneinander unabhängigen Wettbewerben:


Jeden Dienstag wird der Solo-Cup ausgefahren, ein Wettbewerb für Einzelfahrer. In vier Zeitzonen gibt es wöchentlich und im Finale folgende Preisgelder:

Jeden Donnerstag wird der Derny-Cup ausgefahren. Hier starten Teams aus 2 Personen, einer fährt auf der Rolle, der andere steuert seinen Avatar per Tastatur wie in einem Computer-Spiel und die Punkte werden addiert. Hier sind folgende Preisgelder ausgelobt:

Der eigentliche World Cup ist diesmal ein Team-Wettbewerb, der jeden Samstag Abend ausgefahren wird. Ein Team besteht aus bis zu 6 Fahrern. 4 Fahrer können jeweils an den Start gehen, die Punkte der besten drei zählen, wobei die Punkte des jeweiligen Team-Captains 1,5x zählen. In diesem Wettbewerb gibt es folgende Preisgelder:

Alle Rennen werden auf Mixer live übertragen und moderiert.

In der ersten Woche konnte ich den Solo-Cup in der Zone L für mich entscheiden (30 US-Dollar), im Derny-Cup wurde ich mit Team-Kollege Homer Thompson Dritter (10 US-Dollar) und im Team World-Cup mit Homer Thompson und Jonathan Giron Zweiter (125 US-Dollar). Die Preisgelder werden in meinem Team (Cognition) zwar geteilt, sind aber für jeweils 1 Stunde Rolle fahren trotzdem und deshalb ganz ordentlich und einzigartig unter allen Indoor-Wettbewerben.

Ich kann CVRcade nur für jeden Indoor-Fahrer empfehlen. Es bedarf etwas mehr Aufwand für die Eingewöhnung als Zwift, aber es lohnt sich!

Dauertest CUBE CROSS RACE C:62 SLT 2018 – 3.032 km

3.032 km und 35.649 hm hat der Crosser jetzt weitgehend anstandslos absolviert. Zwei kapitale Durchschläge auf Forstweg-Schlaglöchern (einmal vorne, einmal hinten) haben die Tubolito-Schläuche leider nicht überlebt, die Newmen Advanced R.38 Carbon-Felgen aber sehr wohl. Der Maxxis Speed Terrane am Hinterrad war nach 1.314 km und 13.600 hm abgefahren. Jetzt sorgt ein Conti Cyclo X-King in 32mm für mächtig Grip und rollt auch ganz anständig. Den zu breiten Original Sattel (250g) habe ich durch meinen bevorzugten Tune Speedneedle (92g) ersetzt und die linke Ultegra-Kurbel gegen eine 105er-Stages Wattmesser-Kurbel getauscht. Die passt farblich zwar nicht zur rechten Kurbel, beide sieht man aber eh nie gleichzeitig und die Stages-Kurbel war als Auslaufmodell extrem günstig. Langfristig will ich die Wattmessung mit MTB-Pedalen realisieren.

Probleme gab es bei einem Hinterradaus- bzw. Wiedereinbau: Der mit einer winzigen Schraube fixierte Gewindeeinsatz für die Steckachse auf der Schaltungsseite hatte sich offensichtlich gelockert und die Steckachse lies sich nicht mehr einschrauben. Das Teil gibt es nicht einzeln sondern nur zusammen mit dem Schaltauge unter der CUBE Artikel-Nr. 10063.

Lieferzeit im Netz: 6 Wochen. Zum Glück gibt es den freundlichen CUBE-Händler vor Ort: Wildrad-Chef Walter baute das Teil kurzerhand aus einem anderen Rad aus und gab mir zur Sicherheit auch gleich eine neue Steckachse mit. Top-Service!

CVRcade World Cup

Die Zwift-Alternative CVRcade, über deren Closed Beta ich bereits berichtet habe, fristet nach wie vor ein Nischendarsein. Zu Unrecht. Mittlerweile ist die Software im Open Beta-Stadium für PC und Mac verfügbar, d.h. jeder kann sie downloaden und derzeit noch kostenlos nutzen. Als Trainingsplattform finde ich sie relativ uninteressant, als E-Sport-Plattform dagegen hoch spannend.

Anfang Oktober 2019 begann der erste CVR World Cup für jedermann, einer Rennserie mit einem Preisgeld von insgesamt 25.000 US Dollar. Nach einer kostenlosen Registrierung konnte man Dienstags, Donnerstags und Samstags an sogenannten Omniums teilnehmen, einer Serie aus 4 oder 5 kurzen Rennen auf verschiedenen Kursen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und einer Gesamtdauer von ca. 1 Stunde. Für die Platzierung gab es Punkte, dazu Bonus-Punkte fürs Streamen, denn die Rennen wurden live auf der CVR World Cup Mixer-Seite übertragen und moderiert. Die besten sechs Rennen aus einer vier-wöchigen „Open-Session“ zählten für die daran anschließende „Bracket Session“: die zwei Punktbesten erhielten Wildcards, die nächsten 28 Bestplatzierten fuhren in sieben Omniums zu je vier Fahrern um den Einzug ins Viertelfinale.

In der Open-Session konnte ich mich auf Rang 5 platziert und war damit als Nummer 1 in meinem Bracket Session Omnium gesetzt. Eine Mitstreiterin konnte verletzungsbedingt leider nicht antreten und so traf ich am vergangenen Donnerstag auf Karl-Axel Zander und Jonathan Giron, beide bekannte Racer auf Zwift. Mit 4 glücklichen Siegen in 5 Rennen gelang mir der Einzug ins Viertelfinale.

CVRcade World Cup Bracketed Session Tournament – Zone L Full Highlights

It doesn't get much closer than this! Jonathan Giron, Karl Axel Zander and Sebastian Kuhn putting on a show in the Zone L of the CVRcade World Cup.Download CVRcade today at www.cvrcade.com 🚴‍♂️🎮

Gepostet von CVRcade am Donnerstag, 28. November 2019

Als viertbester der Vorrunde landete ich allerdings in einer extrem starken Gruppe mit Casey Schumm, Peter Castrop und Kyla Laguna. Im ersten und zweiten Rennen stürzten meine Konkurrenten nach einander, so dass ich mir eine komfortable Führung sichern und mit einem dritten Platz im dritten und letzten Rennen den Einzug ins eine Stunde später ausfetragene Halbfinale sichern konnte.

Dort schienen meine Chancen nach drei Stürzen im ersten Rennen und einem vierten und letzten Platz zunächst aussichtslos und ich musste im zweiten Rennen alles riskieren. Meine Konkurrenten Casey Schumm, Quentijn Mulleneers und Timothy Termont war sich uneinig und der Laufsieg brachte mich wieder ins Spiel. Ein Herzschlagfinale mit einem überaus glücklichen Sieg im dritten Rennen spülte mich dann doch noch unerwartet und unverdient ins Finale der letzten vier.

Nach den zwei vorausgegangenen Omniums und nur 15 Minuten Pause war ich jetzt aber ziemlich platt und wurde in den ersten beiden Rennen nur vierter und dritter. Mit einem Sieg im letzten Rennen konnte ich mich aber letztendlich noch auf Platz 2 hinter Tim Fulford und vor Casey Schumm und Niels Heldens schieben. Damit hätte ich vorher nie gerechnet und nebenbei brachte das noch 1.500 US Dollar Preisgeld für die Team-Kasse ein. Nicht schlecht für ein paar Stunden Rolle fahren. Nächstes Wochenende geht es ins „Grand Finale“. Dort warten nach zwei Renntagen sage und schreibe 5.000 US Dollar auf den Sieger.

Wer sich die 7 Stunden der Finalläufe komplett ansehen will: